Gemeinde Salem

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Bürgermeister Manfred Härle
Bürgermeister Manfred Härle

Das Jahr 1972 brachte für das Salemer Tal die große kommunalpolitische Wende. Acht Gemeinden schlossen sich zum 1. April 1972 zur neuen Gemeinde Salem zusammen. Während es in anderen Landesteilen oftmals zu heftigen Auseinandersetzungen über die Gemeindereform kam, die Gesetzgebung und die Rechtsprechung letztendlich über die Zuordnung von Städten und Gemeinden entscheiden mussten, bekannten sich die Bürger dieses Raumes, nicht zuletzt auch aufgrund ihrer gemeinsamen Geschichte, freiwillig zu einer größeren Einheit. 1973 schlossen sich außerdem die Gemeinden Oberstenweiler und Grasbeuren und 1975 die Gemeinde Beuren der größeren Gemeinde Salem an.

Auch die Verwaltungsgemeinschaft Salem mit den Gemeinden Frickingen und Heiligenberg entstand aus dem freiwilligen Zusammenschluss von ehemals 17 Gemeinden auf einer Fläche von 132 qkm und einer Besiedlung von 15.000 Einwohnern. Nach dem Stichtag vom 30. Juni 1999 wohnen in der Gemeinde Salem 10.959 Menschen, verglichen mit dem Datum des Gemeindezusammenschlusses der 11 Ortsteile, ergibt sich somit ein Zuwachs von ca. 4.200 Einwohnern in verhältnismäßig kurzer Zeit.

Ob es richtig war, die Selbständigkeit von 11 Gemeinden aufzugeben, das kann der Chronist erst nach einigen Jahrzehnten beurteilen. Eines zeichnet sich jedoch schon heute ab: Ohne die geballte Finanzkraft und Leistungsfähigkeit und den Leistungswillen der neuen Gemeinde Salem wäre es in den vergangenen 25 Jahren nicht möglich gewesen, beträchtliche Investitionen im Bereich des Straßenbaus, des Umweltschutzes sowie des Ausbaus der Wasserversorgung und der Abwasserbeseitigung zu tätigen. Damit wurde in der Rezession nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung von Arbeitsplätzen geleistet, es wurden vielmehr auch die Planungen aus 11 Ortsteilen, die oft schon jahrelang in den Schubladen schlummerten, endlich ihrer sinnvollen Verwirklichung zugeführt.

In kurzer Zeit entstanden das Bildungs- und Sportzentrum (30 Millionen DM - 900 Schüler) und die Musikschule Salem mit 500 Schülern. Die Gemeinde Salem konnte flexibel auf den Einwohnerzuwachs reagieren und war in der Lage in den Jahren 1997 - 2000 das Bildungszentrum um 6 Klassenräume für ca. 10 Mio. DM zu erweitern. Die kulturellen und sportlichen Vereine, und davon gibt es in unserer Gemeinde eine ganze Menge, werden in großzügiger Weise gefördert. Viele Neugründungen sind die Folge dieser weitsichtigen Politik des Gemeinderates der Gemeinde Salem. Die sozialen Einrichtungen, wie das Altersheim, die Altenbetreuung und die Kindergärten wurden gefestigt bzw. weiter ausgebaut. Im Zentralbereich der Gemeinde entstand eine betreute Senioren-Wohnanlage. Diese hervorragend ausgestattete Einrichtung wurde mit dem Qualitätssiegel Baden-Württemberg ausgezeichnet.

Durch eine zügige Planung und Erschließung schön gelegener Baugebiete und Gewerbeflächen, zusammen mit einer aktiven Grundstückspolitik konnte der Wohnungsbau und die Ansiedlung leistungsfähiger Gewerbebetriebe in beachtlichem Umfang vorangetrieben werden.

Der Name Salem steht auch für das Schloss Salem als Sitz des Markgräflich Badischen Hauses. Hier erleben Besucher aus nah und fern auf einer 17 ha großen Anlage neben Feuerwehr-, Küferei- und Brennereimuseum beeindruckende Kunst und Architektur aus 7 Jahrhunderten. Weinkennern ist der Name Salem aufgrund seiner hervorragenden Weinkultur ein Begriff. Im Schloss Salem ist auch die Schule Schloss Salem untergebracht, deren Bekanntheitsgrad weit über die Landesgrenzen hinaus reicht. Nicht zuletzt ist auch der weithin bekannte "Affenberg Salem" ein beliebtes Ausflugsziel, das viele Besucher in unsere Gemeinde lockt.

Salem ist heute ein blühendes Gemeinwesen mit einer gesunden Finanzausstattung in einer einmaligen Landschaft, in der es sich lohnt zu leben und zu arbeiten. Die Ausstrahlung der ehemaligen Reichsabtei Salem verpflichtet auch heute noch die Menschen im Salemer Tal, das von vielen Generationen vererbte Gut weiterhin sinnvoll zu verwalten.

Suche auf www.salem-baden.de

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