Gemeinde Salem

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Aktuelles aus Salem

Fortschreibung des Regionalplans

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die aktuelle und künftige Entwicklung des Gewerbegebietes Salem wird derzeit intensiv in der Gemeinde diskutiert.

Meine Ansicht zur Fortschreibung des Regionalplans können Sie hier nachlesen:

"Heimat bewahren. Darum geht es in der Diskussion, die derzeit in der Gemeinde Salem geführt wird. Mal Hand aufs Herz: Wer von den Salemer Bürgerinnen und Bürgern will nicht Heimat bewahren und eine über Jahrhunderte gewachsene Kulturlandschaft für die nächste Generation erhalten?

Die Sorgen über zunehmenden Flächenverbrauch sind sicher berechtigt, aber bewahren und erhalten bedeutet gleichzeitig, auch die notwendigen und erforderlichen Rahmenbedingungen zu schaffen für die Menschen die hier leben und arbeiten.

Neben attraktiven Kindergärten, Schulen, Freizeit-, Sport- und Erholungseinrichtungen, einer guten Nah- und Gesundheitsversorgung, gehören zweifelsohne auch bezahlbarer und ausreichender Wohnraum sowie gute Arbeits- und Ausbildungsplätze zu den wichtigsten Lebensgrundlagen einer Gemeinde.

Den erst kürzlich durchgeführten Jugendbeteiligungsprozess für eine neue Bike- und Skateanlage hinter der Tennishalle habe ich als einen großen Schritt für Salems Jugend in ein zukunftsorientiertes, ein junges, ein vorwärtsgewandtes Salem wahrgenommen.

Diese Jugendlichen sind die Erwachsenen, die Arbeitnehmer, die Geschäftspartner oder Gewerbetreibenden von morgen. Hört man einmal in die Reihen der 16- bis 22-Jährigen hinein, stellt man rasch fest, dass diese jungen Menschen gerne in Salem leben und gerne in Salem bleiben möchten.
Dafür braucht es eine Perspektive. Und dazu zähle ich in erster Linie attraktive Arbeits- und Ausbildungsplätze sowie bezahlbaren Wohnraum.

Es ist nicht zu leugnen, dass die grüne Linzgau-Hügellandschaft ein sehr wertvolles Kapital ist, das die Gemeinde im wahrsten Sinne des Wortes auf der hohen Kante hat. Die Kunst ist es nun, Feinfühligkeit und Weitsicht in alle Richtungen in Einklang zu bringen.

Das gilt sowohl für den Tourismus als auch für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Gemeinde. Keinesfalls ist dieser Balanceakt zu schaffen, indem bei der Fortschreibung des Regionalplans alle Möglichkeiten einer künftigen Weiterentwicklung der Gemeinde für die nächsten 20 Jahre blockiert werden. Dieser Vorstoß käme einer Entmündigung der nächsten Generation gleich.

Zu den laufenden Diskussionsbeiträgen möchte ich Folgendes anmerken:

Der Regionalplan gibt einen Rahmen vor, in dem sich eine Gemeinde entwickeln kann. Die tatsächliche Entscheidung über das „ob und wie“, trifft nach wie vor die Gemeinde in ihrer eigenen Zuständigkeit und Planungshoheit.

Das können Sie an der bisherigen Entwicklung des zentralen Gewerbegebiets Neufrach sehr gut nachvollziehen. In den zurückliegenden Jahren haben wir diesen Standort in mehreren kleinen Abschnitten „Schritt für Schritt“ entwickelt und stets darauf geachtet, dass vorwiegend nur einheimische Betriebe und Unternehmer eine Entwicklungsmöglichkeit angeboten wurde.
Auch in Zukunft möchte ich unseren örtlichen Familien- und Handwerksbetrieben ein zuverlässiger Ansprechpartner sein und deren Entwicklung nach Kräften aber immer mit Weitsicht und wohlbedachtem Umgang mit der Natur unterstützen. Ich sehe unsere Betriebe und Arbeitgeber nicht als Gegner, sondern als Partner für eine nachhaltige, zukunftsorientierte und lebenswerte Kommune.

Und wenn die Gemeinde Salem als eine der größten Flächengemeinden im Bodenseekreis mit einer der niedrigsten Einwohnerdichte nicht mehr die notwendigen Erweiterungsflächen für die eigenen einheimischen Betriebe anbieten möchte, dann frage ich mich, an wen sollen sie sich wenden und wo sollen sie hingehen?

Bei der jetzt anstehenden Fortschreibung des Regionalplans geht es um die Frage, wieviel Flächen werden der Gemeinde Salem für eine künftige Weiterentwicklung in den kommenden 20 – 25 Jahren zugesprochen.

Ist es nicht unsere Aufgabe auch in Zukunft noch Entwicklungsmöglichkeiten zu haben? Und wenn die Flächen in den nächsten 10 oder 20 Jahren nicht gebraucht werden, dann werden sie definitiv auch nicht bebaut.

Das Aktionsbündnis Grünzug Salem verfolgt einen anderen Kurs. Die Initiative spricht sich für den Erhalt des direkt angrenzenden regionalen Grünzugs an unser Gewerbegebiet aus. Dies hätte zur Folge, dass eine gewerbliche Weiterentwicklung der Gemeinde Salem für die Zukunft ausgeschlossen wäre.

Meine Frage: Ist Ihnen das bewusst und halten Sie dies für den richtigen Weg? Über eine Rückmeldung Ihrerseits würde ich mich sehr freuen.


Mit freundlichen Grüßen

M.Härle
Bürgermeister"