Gemeinde Salem

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Geschichtliches aus Stefansfeld

Ritter Guntram von Adelsreute vermachte dem Zisterzienserorden seinen Besitz bei Salmannsweiler (Ackerfeld, Wiesen, Wald und den Hof Forst), unter der Auflage, dass dort ein Kloster gegründet wird. 1137 zog die Gründungsgruppe, bestehend aus 12 Mönchen und Abt Frowin, in Salmannsweiler ein. Das Kloster erhielt in Anlehnung an das biblische Jerusalem den Namen Salem. Um 1300 begann man mit dem Bau des heute noch stehenden Münsters, dessen Vollendung aber erst im Jahr 1414 gefeiert werden konnte.

Stefansfeld von oben
Stefansfeld von oben

1697 brannte fast der gesamte Konvents- und Abteibau ab. Dabei wurden beinahe alle im Kloster vorhandenen Kunstwerke vernichtet. Verschont blieben das Wirtschaftsgebäude (Langbau) und das Münster. Wenige Wochen nach dem Brand wurde der bekannte Baumeister Franz Beer aus Vorarlberg für die Planung eines Neubaus im Barockstil verpflichtet. Über die Jahrhundertwende entstand das neue Kloster Salem wie wir es heute noch kennen. Unter der Leitung von Franz Beer entstand zwischen 1707 und 1710 auch die Kapelle St. Maria vom Sieg, die bis heute die Ortsmitte von Stefansfeld prägt.

1802 wurde die Abtei von der Markgrafschaft Baden in Besitz genommen. Die Markgrafen hatten den Klosterbesitz als Entschädigung für linksrheinische Gebietsabtretungen beim Reichsdeputationshauptschluss erhalten.

Stefansfeld war lange Zeit der einzige Standort einer Arzt- und Apothekenstation im Unteren Linzgau. 1920 begann ein ganz neues Kapitel für Schloss Salem, als sich Prinz Max von Baden – der letzte Kanzler des Kaiserreichs – in Verbindung mit dem Pädagogen Kurt Hahn entschloss, eine höhere Schule mit Internat zu gründen, die aber auch für Jugend und Umgebung gedacht war. Im Mai 1920 nahm die Schule Schloss Salem ihre Arbeit auf.

Aktuelles

Nach dem Gemeindezusammenschluss hat sich Stefansfeld zum viertgrößten Teilort der Gemeinde Salem entwickelt (1.154 Einwohner, Stand: 30.09.2015).
Stefansfeld ist durch größere Wohngebiete und eine gute Infrastruktur geprägt. Neben dem Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum mit Förderschwerpunkt Lernen, gibt es in dem Teilort einen Inklusionskindergarten. In diesem Kindergarten werden in Kooperation mit der Sonnenbergschule, deren Träger der Landkreis ist, Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam betreut. In das Wander- und Radwegenetz ist der Teilort gut eingebunden. Seit 2010 gibt es in Stefansfeld außerdem eine Aussegnungshalle. Derzeit entsteht das Baugebiet Stefansfeld-Nord-Ost mit rund 45 Bauplätzen, mehr Informationen zur Bauplatzvergabe erhalten Sie hier.

Stefansfelder Brunnen
Stefansfelder Brunnen
Stefansfelder Brunnen
Stefansfelder Brunnen